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Geschichte

Über den Rahmen der Schulbildung hinaus wurden ab 1871 in der Winterzeit zu Eisfeld öffentliche Vorträge allgemeinbildender Art angeboten. Diese Art der Volksbildung war für Städte in der Größe Eisfelds keine Selbstverständlichkeit.

Die steigende Bevölkerungszahl löste Raumnot in der Eisfelder Schule aus. Der Gemeinderat beschloss in einer Sitzung vom 10. 02 1876 (7) :

„Bezüglich des Schulbaues wird beschlossen , und zwar Einstimmig , einen Neubau der Schule vorzunehmen unter der Bedingung der Wegreißung des Querbaues und unter künftiger Benutzung des Langbaues (sog . Alte Schule) zu Schulzwecken“.

Die handgeschriebene Chronik Eisfelds berichtet: „Am 26. 07. 1880 wurde der erste Stein für die Schule vermauert , am 12. 11. Das Gebäude gerichtet und am 02.09.1881 eingeweiht.“

Doch bereits 1898 heißt es in der handgeschriebenen Chronik:“ 1898 stellt man fest , das die 1881 eingeweihte neue Schule nicht mehr ausreicht. Erweiterung wird geplant und soll 1900 fertiggestellt werden.“

Die Aufzeichnungen besagen , das 1875 in der Eisfelder Schule 700 Kinder zu unterrichten waren , während 1900 insgesamt 1000 Schüler zu betreuen gewesen sind. Die handgeschriebene Chronik berichtet über den notwendigen Schul – Erweiterungsbau so:“1900. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung vom 07. 06. 1900 den Schulneubau in der Weise ausführen zu lassen , das ein Bau von der gleichen Größe wie die jetzige Schule aufgeführt wird. Der selbe wird dem jetzigen Schulgebäude direkt angefügt und erstreckt sich über den beiden Schulgärten. Den Mittelbau (zwischen den beiden Treppenhäusern) wird noch ein drittes Stockwerk aufgesetzt.“

1903 konnte die gleiche Chronik melden: „Am 05. 01. 1903 wurde die neue Schule (Erweiterungsbau) eingeweiht. Herr Baurat Schubert aus Meiningen überreichte den Schlüssel an Bürgermeister Bing. Dieser reichte ihn an Schuldirektor Schubart weiter, der in seiner Weiherede ausführte, das neben der Pflichterfüllung der Lehrerschaft die Mithilfe der Elternschaft bei der Kindererziehung sehr wichtig sei.“

Einen plastischen Eindruck von der Atmosphäre in der Schule Eisfeld geben die beiden Berichte über die Züchtungspraxis (1876) und den Schülerverein zum Vogelschutz ( 1883). Aufschlussreich in dieser Hinsicht ist auch der Bericht des Bürgermeister von Eisfeld darüber , das daß den Lehren vonseiten der Eltern keine Nebeneinnahmen zuflossen.

Unsere Schule war ein Jahrhundert ein wichtiger Schulstandort. In einem Gebäude vereint befanden sich für lange Zeit mehrere Schulen unter einem Dach. Seid 1900 gab es die Stadtschule , die zugleich Bürger- Mittel- und Fortbildungsschule umfaßte.

Die Grundschule war möglich und Pflicht für alle Schüler der Stadt , Kinder des Mittelstandes erlangten meist den Abschluss der Mittelschule. Sogar eine kaufmännische Fortbildung war zu dieser Zeit möglich.

Nach 1933 trägt die Schule die Bezeichnung Bürger- und Volksschule bzw. Mittel- und Hauptschule. 1945 beginnt zum ersten Mal der Unterricht im September.

Wieder bietet unsere Schule vielfältige Bildungsinhalte: Grund- und Volksschule, Mittelschule selbst ein Abiturkurs ist möglich.

In der DDR erhält die Schule den Namen „Arthur Becker“ und wie alle Schulen entwickelt sie sich zu einer polytechnischen Oberschule. Schüler aus Waffenrod, Hinterrod, Harras, Herbardswind, Bockstadt wurden hier eingeschult , selbst Schüler aus Crock besuchten die Abschlussklassen, die 1956 zum ersten Mal eingerichtet wurden.

In der Wende erfolgte die kritische Auseinandersetzung mit dem Mythos „Arthur Becker“ und wir führten den Namen „Staatliche Regelschule Eisfeld“.

Seit 1999 trägt unsere Schule den Namen „Otto Ludwig“.

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